Mallorca

Weisse Pracht verzaubert Mallorca!

Schnee ist auf Mallorca im Winter an sich noch nichts ungewöhnliches. Immerhin wird die Insel im Nordwesten mit einer Gebirgskette begrenzt die von “Normal-Null” bis auf immerhin 1.454 Meter Seehöhe ansteigt. Solche Tage verleihen dann den Ausblicken einen ganz eigenen Reiz, wenn das Tramuntana Gebirge oberhalb einer wie mit dem Lineal gezeichneten Linie weiß in der Sonne glitzert, während man selber im T-Shirt bei einem “Cafe con Leche” am Strand sitzt.

Aber dass sich die Schneefallgrenze bis ins Tal herunter schiebt, und dann gleich noch in solchen Mengen, das haben selbst Langzeitresidenten hier noch nicht erlebt. “Zumindest nicht in den 25 Jahren die ich hier lebe” sagt die Berlinerin Roswita S. dazu, schüttelt staunend mit dem Kopf und stapft durch den Schnee zu ihren verstört herumstehenden Schafen.

Auch wenn Schnee die Mitteleuropäer bereits nervt, ganz besonders in diesem Winter – hier ist es derart außergewöhnlich und aufregend, dass Alt & Jung auf den Beinen ist um das Schauspiel mit der Kamera einzufangen, während die Kids das ungewöhnliche “Spielzeug” genießen.

In wenigen Stunden wird die Sonne das Meiste wieder weg gebrannt haben, und dann kann sich die Insel wieder in ihrem derzeitigen Blütenmeer der aber tausenden von Mandelbäumen präsentieren.

Hier Diskutiert

Bodega Galmés i Ribot – Die Wiedergeburt des Weinbaus in Santa Margalida

weinb2  Die Ländereien Rotes del Cavallers bei Santa Margalida, die sich heute im Besitz der Familie Ribot und Galmés befinden und auf denen die Bodega Galmés i Ribot steht, haben im Laufe ihrer Geschichte schon einige Veränderungen erfahren. In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die letzten Weinkellereien in Santa Margalida geschlossen, obwohl dieses Gebiet eigentlich immer eine große Weinbautradition hatte.

Es ist also wirklich dieser Familie zu verdanken, dass Santa Margalida eine Wiedergeburt des Weines miterleben darf. Dabei werden mittlerweile alle Anstrengungen den Qualitätsweißweinen und Crianzaweinen gewidmet. 1997 hat man bei Galmés i Ribot die Produktion der „Balanca-Weine“, die nicht vielmehr als Weißweine für die Masse waren, mit der Absicht eingestellt, nur noch etwas hochwertiges zu schaffen. Für diesen Schritt möchte man nach der Verkostung der Weine noch im Nachhinein danken. Auf den insgesamt 14 Hektar, die die Bodega umgeben, gibt man sich, von der großen Sorgfalt mal abgesehen, äußerst experimentierfreudig. Cabernet Sauvignon, Merlot, Callet, Chardonnay, Prensal Blanc, Syrah, die dem Leser an dieser Stelle vielleicht bereits bekannt sind, werden gefolgt von unbekannteren Rebsorten wie Jaumillo, Giro Blanc, Escursac, Vinate und Giro Negre.

Ein eigenes Fass für zuhause Dass hier mit viel Enthusiasmus, Leidenschaft und Ideenreichtum gearbeitet wird, ist auch dem äußerst sympathischen Oenologen Julio Torres zu verdanken, der bis 2005 noch auf dem Spitzenweingut Ribas tätig war. Nach einem Rundgang mit ihm durch den hochmodernen Vorzeigekeller der Bodega, bekommen wir sogar eine Art mallorquinischen Portwein zu probieren. Dies sei eines von ein paar Experimenten, sagt man uns bei der Verkostung des roten Süßweines. Ein sehr gelungenes, wie sich herausstellt. Aber der Ideenreichtum hört hier nicht auf. Bei Galmés i Ribot kann man sich mit dem nötigen Kleingeld sein eigenes Fass zusammenstellen lassen. Möglich sind dabei auch sehr experimentelle Cuvées fernab der eigentlichen Linie des Hauses. Bei einem Besuch dieser Bodega wird schnell klar, dass die Zeit hier auch in Zukunft nicht stehen bleiben wird. Galmés i Ribot plant neben Neupflanzungen zu einer festen Destination für Weinliebhaber zu werden. Die Weine, die hier gemacht werden sprechen dafür, dass dieses Vorhaben glücken wird.

www.galmesiribot.de

Bodega Son Bordils – Zwei Brüder erobern den Weinthron

wweinb1  Bei Son Bordils in Inca lohnt es sich, kurz einen Blick auf die Geschichte der Bodega zu werfen. Der Ort Inca war nämlich bereits im 14. Jahrhundert dafür bekannt, dass hier die besten Weine Mallorcas produziert wurden. Da jedoch mehr als die Hälfte aller Inselweine zu dieser Zeit aus Inca stammten, ist diese Tatsache nicht allzu verwunderlich. Obwohl die heutigen Besitzer von Son Bordils, die Brüder Coll Pastor, mit den Gründern nicht verwandt sind, sind sie sich des großen Erbes durchaus bewusst und zeigen es mit Stolz nach außen.

Fundada 1433, gegründet 1433, so haben es sich die Brüder sogar auf T-Shirts drucken lassen. Mit großer Überzeugung verrät Ramon Coll Pastor, der eigentlich ausgebildeter Apotheker ist, dass die qualitative Konstanz für Son Bordils das wichtigste ist. Ihre Kunden müssten sich automatisch auf die Qualität eines Weines verlassen können. „Was nützt es mir, einmal einen großen Wein herauszubringen“, fragt Ramon Coll Pastor rhetorisch und wartet die Antwort nicht ab.

An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sein Blanc de Blanc 2004 beim letzten großen Concours Mondial in Brüssel eine Silbermedaille gewonnen hat. Obwohl die Bodega in der Mitte des 34 Hektar großen und sehr anschaulichen Weinfeldes liegt, ist vor allem der Blick auf die Produktionsstätten, also hinter die Kulissen, sehr spannend. Nicht nur die Technik, mit der man hier arbeitet, sucht auf Mallorca seinesgleichen, auch die schiere Größe der vollständig temperierbaren Lagerhalle wirkt sehr beeindruckend auf den Betrachter. Hier reift nicht nur der Wein in den Fässern, hier lagern auch die 200.000 Flaschen der Jahresproduktion, von denen rund 30 Prozent exportiert werden.

Insgesamt werden neun verschiedene Weine hergestellt, wobei unterschiedlichste Rebsorten wie Cabernet Sauvignon, Callet, Chardonnay, Mantonegro, Merlot, Prensal Blanc, Muskateller, Syrah und Cabernet Franc zum Einsatz kommen. Besuche sind sehr zu empfehlen. Im schön eingerichteten Verkostungsraum kann man auf angenehme Weise die gesamte Palette an Weinen durchprobieren. Eine kleine Kuriosität am Ende: Neben französischer Eiche kommen bei Son Bordils auch Holzfässer aus Transsilvanien zum Einsatz. Nicht nur Bram-Stoker Fans sind hiervon vermutlich angetan, auch auf uns wirkt der Rotwein nach dieser Information irgendwie ein bisschen röter.

www.son-bordils.de

Flor de Sal de Mallorca aus Ses Salines

flordesal  Salz ist für den Alchemisten Robert Chaves, den „Salzflüsterer“ aus Mallorca, der Gesamtbegriff alles dessen, was kristallisiert ist. Es ist das Urwesen, die Muttererde – La Madre de Tierra. Gleich der Philosophie : Alle Materie lässt sich in eine Salzform zurückbringen. Salz ist das materiell gewordene Wort des Lebendigen. Robert Chavez lebt aus, von und mit dem reinsten aller Salze, dem Llum de Flor de Sal de Mallorca.
Seit Jahren hat Robert Chavez mit Katja Wöhr das Unternehmen Gusto Mundial Balearides geführt, das mittlerweile auf der ganzen Welt für das ausgezeichnete Produkt Flor de Sal Gusto Mundial ruhm erlangt hat. Nach ihrer ersten Ernte im Sommer 2003 kreierten Robert und Katja ihr Produkt Flor de Sal d´Es Trenc und kooperierten in der Auswahl ihrer Aromen und Geschmacksrichtungen mit dem viel dekorierten Küchenchef und Michelinsternekoch Marc Fosh. Innerhalb kürzester Zeit avancierte Flor de Sal d´Es Trenc zu einem der gefragtesten Produkte sowohl in der Spitzengastronomie als auch bei anspruchsvollen Privatköchen und das in aller Welt.
Nachdem sich das Paar getrennt hat und sich der Ideengeber und kreative Kopf des Duos Robert Chavez mit seinem Unternehmen Llum de Sal, das Licht des Salzes, selbstständig gemacht hat, verwirklicht er seine Vorstellung der Muttermaterie, des Flor de Sal, in Eigenregie. Für Robert Chavez ist Salz in seiner reinsten Form in jedem Zustand, ob kristallin oder flüssig, die Essenz allen Lebens und der Grundstoff jeden Lebens gleichzeitig, vorausgesetzt es wird in seiner ursprünglichsten Form belassen oder mit reinsten Naturessenzen veredelt.
Robert Chavez erntet sein Llum de FLOR DE SAL an der traumhaften Küste Mallorcas, den Ses Salines nahe dem Ort Colonia Sant Jordi, wo er auch die Veredelung der Salze vornimmt. Das wertvolle Meersalz, die Salzblume, entsteht nur an heißen und windstillen Tagen als hauchdünne Schicht an der Wasseroberfläche und wird in Handarbeit mit einer Holzschaufel, der sogenannten „lousse“, per Hand in den frühen Morgenstunden abgeschöpft. Das Salz wird unbehandelt in der Sonne Mallorcas getrocknet und kommt in Formschönen, schwarzen Dosen in den Handel. Gourmets schätzen seinen Geschmack, der durch Calcium- und Magnesium-Sulfat-Anteile bestimmt wird, die im herkömmlichen Steinsalz nicht enthalten sind.
Für viele Spitzenköche der mediterranen Küche auf Mallorca ist das Llum FLOR DE SAL de Mallorca mittlerweile kaum wegzudenken.

www.llumdesal.com

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